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Zahnfleischerkrankungen

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Parodontologie

Parodontologie ist ein Zweig der Zahnmedizin, der sich mit der harten (Zementgewebe und Knochen, die die Wurzel umgeben) und weichen (Zahnfleisch und parodontales Ligament zwischen Zahnwurzel und Knochen) Struktur Ihrer Zähne sowie den Krankheiten und Behandlungen dieser Gewebearten beschäftigt.

Die Zähne sind nicht direkt mit dem Knochen verbunden, in dem sie sich befinden. Zwischen den Zahn und Knochen befindet sich das Gewebe, das wir parodontales Ligament nennen. Es besteht aus Fasern und wandelt alle auf den Zahn einwirkenden Kräfte in Zugkräfte auf den Knochen um. Alle diese Gewebearten werden als parodontales Gewebe bezeichnet und gehören zur Parodontologie.

Gesundes Zahnfleisch und Parodontoles Gewebe

Gesundes Zahnfleisch ist hellrosa, fest und matt. Beim Zähneputzen darf es nicht bluten.

Zahnfleischerkrankungen

Zahnfleischerkrankungen sind chronische bakterielle Infektionen. Solange sie nicht zu stark fortgeschritten sind, verursachen sie keine Schmerzen. Zahnfleischerkrankungen sind ernstzunehmende Infektionen. Sie können viele Jahre ohne irgendwelche Anzeichen fortschreiten. Wenn sie nicht behandelt werden, fangen selbst gesunde Zähne, die keine Karies haben, infolge des zurückgegangenen parodontalen Gewebes an zu wackeln und fallen aus.

Zahnfleischerkrankungen beginnen mit einer bakteriell verursachten Entzündung des Zahnfleischs. Dieses Stadium nennt man Gingivitis. Geschwollenes und gerötetes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten beim Zähneputzen und Mundgeruch sind die Hauptbeschwerden der Krankheit. In dieser Phase kommt es zu einer Zahnfleischentzündung, die aber noch nicht den Knochenhalteapparat des Zahnes erreicht hat.

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Bei der Gingivitis

  • kommt es beim Zähneputzen zu Zahnfleischbluten.
  • ist das Zahnfleisch gerötet und geschwollen.
  • ist die Zahnfleischoberfläche glänzend und die Konturen sind verändert.
  • treten keine Schmerzen auf.

Wenn die Zahnfleischerkrankung in diesem Stadium nicht behandelt wird, kommt es im nächsten Stadium zu einer Parodontitis. Bei der Parodontitis hat die Entzündung das parodontale Ligament und den Knochenhalteapparat des Zahnes erreicht. Das Saumepithel zwischen Zahn und Zahnfleisch vertieft sich infolge der Entzündung und verwandelt sich in eine parodontale Tasche. Diese Tasche ist der ideale Nährboden für Bakterien und beschleunigt das Fortschreiten der Krankheit.

Bei der Parodontitis

  • kommt es beim Zähneputzen oder spontan zu Zahnfleischbluten.
  • ist das Zahnfleisch gerötet und geschwollen.
  • glänzt das Zahnfleisch und die Konturen sind verändert.
  • entsteht Mundgeruch und ein schlechter Geschmack im Mund.
  • mit fortschreitender Erkrankung kommt es zum Zahnfleischrückgang und die Zähne reagieren empfindlich auf Heiß und Kalt, weil die empfindliche Wurzeloberfläche frei liegt.
  • solange die Zahnfleischerkrankung nicht behandelt wird, schreitet sie immer weiter fort. Die Zähne beginnen zu wackeln und zu wandern.

Behandlung von Zahnfleischerkrangungen

Die Behandlung im Stadium der Gingivitis umfasst die Beseitigung von Ablagerungen (Zahnstein) und bakteriellem Plaque auf den Zähnen. Sind Plaque und Ablagerungen entfernt, gibt es auch keine Bakterien mehr, die die Erkrankung verursachen. Diese Behandlung reicht im Allgemeinen aus, um die Anzeichen der Erkrankung und die Entzündung zu beseitigen, damit das Zahnfleisch wieder fest auf der Zahnoberfläche haftet. Außerdem ist es wichtig, dass der Patient für eine gute Mundhygiene und Bakterienplaquekontrolle sorgt.

Wenn die Erkrankung das Stadium der Parodontitis erreicht hat, haben sich bereits parodontale Taschen gebildet. Das Ziel ist nun die Beseitigung des Zahnsteins und die Herstellung einer gesunden Wurzeloberfläche, damit die Zahnfleischtaschen zurückgehen. Nach der Behandlung sollten die Patienten beobachtet werden und eventuell neu entstehender Zahnstein und Plaque beseitigt werden. Die Parodontitisbehandlung kann auch operative Eingriffe beinhalten. Um die Zahngesundheit nach der Behandlung aufrechtzuerhalten, muss die Person auf eine sorgfältige Mundhygiene achten.

Ursachen der Zahnfleischerkrankungen

Bakterieller Plaque ist die häufigste Ursache von Zahnfleischerkrankungen. Die Kalziumsalze im Speichel setzen sich mithilfe des Plaque auf den Zähnen ab und verursachen Zahnstein. Wenn kein bakterieller Plaque vorhanden ist, können sich keine Kalziumsalze auf den Zähnen absetzen und kein Zahnstein entstehen.

Bei der Bildung von bakteriellem Plaque:

  • spielen falsches und unzureichendes Zähneputzen
  • die Nichtverwendung von zusätzlichen Mundhygieneartikeln wie Zahnseide und Mundspülungen und
  • fehlende regelmäßige Kontrollen eine wichtige Rolle.

Darüber hinaus steigern Faktoren, wie genetische Einflüsse, systemische Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft, Stress, ungesunde Ernährung und Zigarettenkonsum die Neigung zu Zahnfleischerkrankungen.

Kann man sich vor Zahnfleischerkrankungen schützen?

Die Hauptaufgabe zum Schutz vor Zahnfleischerkrankungen trägt der Mensch selbst. Da die Hauptursache bakterieller Plaque ist, ist regelmäßige Mundhygiene zur Beseitigung von Plaque zwingend notwendig. Daneben sind regelmäßige Zahnarztkontrollen sehr wichtig. Nicht immer reicht Zähneputzen zur vollständigen Entfernung von Plaque aus. In diesem Fall entsteht Zahnstein. Mit Zahnarztkontrollen werden mögliche Probleme frühzeitig aufgedeckt und verhindert.